Dez 05

Tourismus in Peru

von Sandra R. in Peru

Peru, einmalig in seiner geographischen Vielfalt und historischen Bedeutung, ist ein Urlaubsziel für Naturliebhaber, Sportbegeisterte und Kulturinteressierte. Peru vereint traumhafte Landschaften, bedeutende Kulturdenkmäler und Wander- und Klettermöglichkeiten von einfach bis anspruchsvoll.

Der Tourismus als Hoffnungsträger

Peru ist ein Agrarland. Da aber ein bedeutender Teil seines Territoriums aufgrund natürlicher Gegebenheiten landwirtschaftlich nicht oder kaum nutzbar ist, gehört es zu den ärmeren Ländern Südamerikas. Diese Peru eigenen landschaftlichen Extreme bieten aber auch Potenzial – Potenzial für Tourismus. Diesen hat die Regierung seit einigen Jahren als Wirtschaftszweig entdeckt. Sie steckt viele Hoffnungen in den Ausbau des Fremdenverkehrs und fördert und unterstützt diesen schon seit einigen Jahren gezielt. Durch den Ausbau des Tourismus sollen neue Devisenquellen erschlossen, Arbeitsplätze geschaffen und das lokale Kunsthandwerk gestärkt werden. Es wird von staatlicher Seite versucht, den Ökotourismus zum Zwecke des Naturschutzes und des Erhalts lokaler Traditionen zu entwickeln. In Peru liegen einige der Hauptziele des internationalen Tourismus in Lateinamerika. Die Übernachtungszahlen steigen stetig.

Sehenswertes für Kulturinteressierte

Für kulturhungrige Peru-Urlauber ist ein Besuch der einstigen Hauptstadt Cusco (Cuzco) ein Muss. Hier lassen sich spanische Kolonialbauten nebst alter Inka-Architektur bewundern und auch die berühmte Inkafestung Machu Picchu ist von hier erreichbar. Sie wurde vermutlich im 15 Jh. n. Chr. erbaut und ist heutzutage eine der bedeutendsten Tourismusattraktionen in Südamerika. 1983 wurde Machu Piccu von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Täglich besuchen etwa 2.000 Personen das zwischen zwei Berggipfeln, dem Huayna Picchu (“Junger Gipfel”) und dem Machu Picchu (“Alter Gipfel”), auf 2430 m Höhe gelegene Kulturerbe, das erst 1911 wiederentdeckt wurde. Das Alter der Ruinenstadt und ihre Andenlage verleihen diesem Ort etwas Magisches. Auch die zwischen 800 und 1300 n. Chr. in den nordperuanischen Anden erbaute und 1843 wiederentdeckte mehretagige Festung Kuélap lohnt einen Besuch. In ihren verschiedenen Stockwerken waren unterschiedliche gesellschaftliche Klassen angesiedelt. Das zu dieser Festung gehörende Gebäude namens “El Tintero” (Tintenfass) gibt Archäologen hinsichtlich seiner Nutzung noch heute Rätsel auf.

Attraktionen für Naturfreunde

Aufgrund der unendlichen geographischen Vielfalt des Landes kommen auch Naturliebhaber in einem Peru Urlaub auf ihre Kosten. Peru verfügt über zahlreiche Nationalparks. Viele von ihnen stehen auf der Weltnaturerbeliste der UNESCO. Der Huascaran Nationalpark, der dem höchsten Berg des Landes (6768 m) gewidmet ist, ist einer der bekanntesten. Peru und seine Nationalparks begeistern aber nicht nur durch Bergpanoramen, sondern vor allem durch eine in ihrer Diversität weltweit einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Mit etwas Glück kann man hier neben exotischen Pflanzen auch Alligatoren, Pinguine und sogar Pumas zu Gesicht bekommen. Die Vielfalt ist grenzenlos. Unendliche Weiten und eine schier lebensfeindlich anmutende Landschaft bietet die im Süden des Landes gelegene Atacamawüste ihren Besuchern und der zwischen Bolivien und Peru gelegene Titicacasee fasziniert durch seine tiefblaue Farbe, die ihn umgebenden schneebedeckten Bergwipfel und zahllose kleine und große Inseln. Dieser riesige See, der eine Ausdehnung von der 15-fachen Größe des Bodensees hat, ist der höchstgelegene schiffbare See der Erde. In Peru gibt es unzählige Naturwunder zu bestaunen, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Für Fans exotischer Pflanzen sei unbedingt ein Besuch des äquatorialen Regenwaldes im Amazonasbecken empfohlen.

Image: Peruviano – Fotolia

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